Sonntag, 1. September 2013

Jahreszeitenwechsel / Liebe an meine Babys

Ja, man merkt, dass der Sommer sich dem Ende zuneigt. Man muss weniger Staub saugen und auch keine kühlen Tücher mehr bereit halten. Ich, als Frauchen, freue mich nun sehr, dass der Herbst kommt. Einfach, weil es eine angenehm kühle Zeitperiode ist. Der Winter wird und meinen beiden Babys weniger schmecken.

Der Sommer war kurz, aber auch sehr heftig.
Baghira und Tiger haben in kürzester Zeit so viel Winterfell auf einmal verloren, dass ich mehrmals täglich den Teppich saugen musste. Es war ein Wunder, dass sie nicht auf einmal ohne Fell da standen.
Auch die Nächte waren nicht gerade das Wahre für sie. Schlafen konnten sie nur noch, wenn ich ihnen ein Tuch kalt nass gemacht habe und das über ihre Körper lag:



Teilweise zerbrach mir wirklich das Herz, wie sehr die Beiden unter der Hitze gelitten haben. Nicht einmal mein Ventilator war ihnen kühl genug. Tagsüber habe ich sie meistens auch im Badezimmer wieder gefunden, weil das der kühlste Raum in meiner Wohnung ist. Aber selbst da versuchten sie sich mit Wasser abzukühlen.
Und bei aller Liebe... Sie hassen Wasser!
Man kann ihnen nichts Schlimmeres antun, als sie nass zu machen. Wehe, wer es doch wagt, der ist um einige Narben reicher.
Und nun suchten sie freiwillig nach Wasser. Eine Erfahrung, die mir wirklich sehr Leid für die Beiden tat :(

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Das sie mein Ein und Alles sind, wissen die Meisten, die mich kennen. Ich könnte nicht mehr ohne meine Babys sein. Es ist eine seltsame Erfahrung, dass Tiere Einem so sehr ans Herz wachsen kann, als hätte man Menschen um sich. Was die Beiden mit mir nicht alles erleben durften und was ich nicht alles mit ihnen erleben durfte.... Eine sehr ereignisreiche und chaotische Zeit.
Ich selber kann von mir wirklich behaupten, dass diese Beiden mich am Leben erhalten. So oft wie ich jedes Mal den Mut verliere und alles nur noch beenden möchte, kommt im letzten Augenblick der Gedanke "Und was ist mit Tiger? Was wird aus Baghira? Du kannst sie nicht alleine lassen!" Und dieser Gedanke lässt mich alles noch ein wenig mehr durchhalten, bis es wieder Bergauf geht.

Deswegen hatte ich mich auch entschieden, als ich mein Arm mir habe tätowieren lassen, dass ich deren Namen und den Tag, als ich sie zu mir geholt habe, ebenfalls am Arm verewigen möchte:



Für die Meisten mag das unverständlich sein, dass man sich so etwas eintätowieren lässt. Aber mir gibt es Hoffnung und Stärke, weiterhin meinen Weg zu gehen. Und wenn alle Welt gegen mich ist, dann habe ich immer noch diese Beiden, die mich so annehmen, wie ich bin. Mir zur Seite stehen, wenn es mir nicht gut geht. Mich aufmunternd anstupsen, wenn ich wieder weinend zusammen breche. Mich umschmusen, wenn ich gerade Nähe brauche. Oder mich zum lachen bringen, in dem sie wieder irgendwelchen Mist verzapfen und mich dabei anschauen, als seien sie die unschuldigsten Kater der Welt, weshalb ich nicht mit ihnen schimpfen darf.

Sollte ich niemals Kinder bekommen, dann sage ich hiermit, dass diese Beiden meine Kinder sind. Meine Kinder, meine besten Freunde, meine Lehrer, meine Familie, meine Welt ♥

Danke, dass ich euch lieb haben darf, ohne Angst vor Zurückweisungen zu bekommen.
Danke, dass ihr jeden Tag, einen Tag mit neuen Abenteuern gestaltet.
Danke, ihr mein Ruhepol seid, wenn es ihr mal nicht so gut geht.
Danke, dass ihr mir jeden Tag aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Danke, dass es euch gibt.

Ich hab euch lieb, meine wunderbaren Bälger :-*

Eure Narumi ♥